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Dem Duden sei Dank

von | Mrz 26, 2019 | Blog | 0 Kommentare

 

Zuerst einmal müssen wir ganz tapfer sein… Keiner von uns ist perfekt. Keiner von uns weiß in jedem Moment, wie man jedes Wort richtig schreibt, jedes Satzzeichen richtig setzt oder Grammatikregeln absolut fehlerfrei anwendet. Muss man ja aber auch gar nicht, denn dafür haben wir glücklicherweise unseren Duden, „DIE Instanz für alle Fragen zur deutschen Sprache und Rechtschreibung“. Konrad Dudens Hauptwerk, das „Vollständige Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“, der sogenannte „Urduden“ mit 27 000 Stichwörtern auf 187 Seiten, wurde am 7. Juli 1880 im Bibliographischen Institut in Leipzig veröffentlicht. Heute umfasst das Angebot des Dudenverlags neben dem Rechtschreibwörterbuch eine ganze Reihe an zusätzlichen Nachschlagewerken wie das Herkunftswörterbuch, das Synonymwörterbuch, das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle oder auch das Stilwörterbuch. Und natürlich Duden online, das kostenlose Angebot im Internet.

 Wenn man also Wert auf sauber und korrekt geschriebene Texte in deutscher Sprache legt, findet man hier jederzeit Hilfe und die richtigen Antworten. Man sollte diese Hilfe in Anspruch nehmen, denn wenn man jemandem eine private Nachricht zukommen lässt, kann man diese ja verfassen, wie man will. Sobald man aber an der öffentlichen Kommunikation teilnimmt, gelten Regeln, die verbindlich für alle sind, oder es jedenfalls sein sollten.

Und dann kommt die Realität und haut uns all unsere schönen Ansprüche um die Ohren… Webseiten, Newsletter, Zeitungsartikel, Werbung (oft aus einer anderen Sprache ins Deutsche übersetzt) oder Geschäftskorrespondenz mit einer Fehlerdichte, die dem Leser Tränen in die Augen treibt und ihm seine kostbare Zeit stiehlt, die er nämlich aufwenden muss, um überhaupt verstehen zu können, was im Text eigentlich ausgedrückt werden soll. Speisekarten, bei denen der erste Gedanke ist, hoffentlich kochen die nicht so, wie sie schreiben, und Anleitungen, bei denen man heilfroh ist, dass es sich nur um ein Kochrezept und nicht zum Beispiel um eine Verordnung zur Einnahme von Medikamenten handelt.

Regeln zu Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung dienen der Kommunikation. Sie sind dazu da, um uns eine klare und präzise schriftliche Verständigung zu ermöglichen und zu erleichtern. Denn es ist nun mal wirklich nicht egal, ob jemand dahin gegangen oder dahingegangen ist.

Momentan scheint es aber irgendwie im Trend zu liegen, einfach so zu schreiben, wie man will. Beabsichtigt wird, sich mit „Texten, die anders“ sind, von der Masse abzuheben. Die Absicht mag gut sein, aber mit absichtlich falsch geschriebenen Wörtern lässt sich sicherlich auch heutzutage kein Blumentopf gewinnen. Und man kann auch kreativ schreiben, ohne Regeln brechen zu müssen. Vielleicht liegt ja gerade darin die Herausforderung und das Geheimnis wahrer Meisterschaft. Erinnert sei hier nur an das Konzept Form und Inhalt.

Gerade heute, in einer Zeit, in der praktisch jeder schreiben und veröffentlichen kann, werden Leser*innen tadelloses Deutsch, einen reichen Wortschatz sowie eine genaue und treffende Ausdrucksweise zu schätzen wissen. Und um unserem Publikum das bieten zu können, gibt es den Duden. Benutzen wir ihn doch bitteschön auch! Unsere Leser werden es uns danken.

 

Ina Kropeit